Straßenbild

Fahrradfahren gleicht in vielen Teilen Dubais fast schon einem Selbstmordversuch. Die Autofahrer sind nicht an Fahrräder gewöhnt und scheinen auch wenig Lust zu haben, sich zukünftig an sie zu gewöhnen. Davon abgesehen sind Fahrradwege nicht existent.

Im Stadtteil Al Barsha ist die Sache etwas harmloser. Das Wohnviertel besteht vor allem aus meiste recht prachtvollen Villen, die Straßen sind dreispurig aber selten viel befahren. Wie sich das für die Besitzer prachtvoller Villen so gehört, haben sie meistens auch prachtvolle grüne Gärten, was in der Wüste eine eher aufwendige Angelegenheit ist. Fachmänner müssen also ran, Gärtner werden eingestellt. Inder sind das meistens. Wer bereits in Indien war weiß, dass man dort gerne Fahrrad fährt. So auch die Gärtner in Al Barsha. Täglich sieht man sie umherfahren, mit dem Rechen und anderen Geräten auf dem Gepäckträger. Dabei tragen sie oft traditionelle indische Beinkleider. Und dazu neon-gelbe Westen, wie sie Straßenarbeiter häufig anhaben. Per Gesetz müssen sie außerdem einen Helm tragen. Wie ist allerdings nicht festgelegt, weshalb der meist auf dem Turban sitzt, wenn sie denn einen haben und nicht zugemacht wird.

Es ist ein seltsames Bild, sie so durch Dubais Straßen fahren zu sehen, an den Skeletten unfertiger Gebäude vorbei, entlang prächtig begrünter Gärten, die zu riesigen Villen gehören und hin und wieder als Geisterfahrer in die verkehrte Richtung.

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