Santiago

„Chile, Chile, Chile mio.“ Die Frau sang die Zeile immer wieder. An die Melodie kann ich mich nicht erinnern, die Worte hingegen praegten sich in mein Gedaechtnis ein. Die Chilenen sind stolz auf ihr Land, sie haengen daran.

Santiago ist gross, rund sieben Millionen Menschen leben in der Stadt am Fusse der Anden. Im Zentrum allerdings hat man nicht den Eindruck in einer Hauptstadt zu sein, es ist zu ruhig, die Strassen sind zu eng. Erst auf San Sebastián stehend, einem Berg inmitten der Stadt, begreift man deren Groesse. Erst durch den Ueberblick versteht man, wie weit Santiago sich in der Landschaft ausgebreitet hat. Die Menschen sind freundlich und hilfsbereit, wenn auch schwer zu verstehen. Sie sprechen gnadenlos schnell.

Santiago. Immer wieder Flashbacks, Erinnerungen, die ploetzlich einschlagen wie ein Blitz. Strassenecken und Haueser, die mir bekannt erscheinen. Fuenf Jahre ist es her, seit ich hier war. Die Stadt ist mir nicht sehr im Gedaechtnis geblieben. Vielleicht, weil ich sie nicht mit bestimmten Menschen verbinde, so, wie ich es dieses Mal tun werde.

Santiago wirkt europaeisch, durch all die Kolonialbauten. Auch die Preise sind europaeisch. Verglichen mit anderen Laendern in Suedamerika ist es sehr teuer.

Von dem Erdbeben, das vor einem Jahr das Land erschuetterte, ist heute kaum noch etwas zu spueren. Nicht fuer Backpacker, die doch stets nur auf der Durchreise sind.

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