Patagonien

Blau. So blau, dass es mich staunen macht und noch lange staunen machen wird. Himmel und Wasser gleichermassen. Patagonien, Feuerland, das Ende der Welt. Die Begriffe haben etwas Magisches an sich. Deshalb wollen auch so viele bis nach Ushuaia, der suedlichsten Stadt der Erde.

Weiter noerdlich, 1.500 Kilometer von Ushuaia entfernt, liegt San Carlos de Bariloche. Hier habe ich dieses Blau zuerst gesehen, das seine Spuren hinterlassen sollte. Bariloche liegt am Nahuel Huapi, einem See der durch Gletscherwasser gespeist wird. Die Stadt ist sauber, gepflegt. Viele Haeuser sind im schweizer Baustil gehalten, manche holzverschindelt und mit spitzen Daechern. Weiter ausserhalb findet man viele mit Nadelbaeumen im Garten, an gruene Berghaenge gebaut, die sanft ansteigen.

Bariloche liegt in der Provinz Rio Negro und gehoert zu Patagonien. 100.000 Menschen leben hier. Im Stadtkern fuehlt sich das anders an, mehr wie in einer Kleinstadt. Hier sieht man vor allem Touristen mit Taschen voller Schokolade, fuer die die Stadt bekannt ist. Die Leute wirken gelassen, die Atmosphaere ist entspannt. Das Ende der Sommersaison naht, es wird kaelter.

Das Spiel der Jahreszeiten ist stets dasselbe. Die Blaetter faerben sich von gruen zu rot-braun, gelb und orange. Sie fallen ab von den Aesten und lassen jeden Schritt knistern. Ein kalter Wind zieht durch die Strassen und lassen mich schlottern. Ich bin nicht fuer Herbstwetter geruestet und manch ein Passant schaut mich und meine Sommerkleidung irritiert an.

Viel zu tun gibt es in der Stadt nicht. Die Umgebung ist viel interessanter. Der Nahuel Huapi Nationalpark liegt vor Bariloches Tuer. Eine Flaeche von 7.581 Quadratkilometern nimmt der Park ein und ist ein beliebtes Gebiet fuer Sport und Outdoor-Ativitaeten jeglicher Art, Sommer wie Winter. Ich treffe hier auf glasklare Seen und Fluesse, idyllische Taeler, an deren Raendern sich Berge und Gletscher erheben. Sieht so das Paradies aus? All das Gruen und Blau, das saubere Wasser und die reine Luft tun der Seele gut. Es klingt wie ein Klischee. Aber Klischees muessen nicht zwangslaeufig etwas schlechtes sein. Nicht, wenn sie aussehen und sich anfuehlen wie Patagonien.

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